Die Deutsche Bank steckt in Schwierigkeiten

Die deutsche Bank ist nach der Bilanzsumme das größte deutsche Bankinstitut und war jahrelang das Aushängeschild der deutschen Wirtschaft. Doch durch Fehlverhalten und Managerversagen steckt die Bank in der schwersten Krise ihrer Geschichte.

In den letzten Jahren gab es kaum einen Finanzskandal, in den die deutsche Bank nicht verwickelt war. Immer dann, wenn die US Finanzaufsicht einen Skandal offenlegte, bei dem illegale Machenschaften angeprangert wurden, dann konnte man sicher sein, daß die Deutsche Bank daran beteiligt war! So summieren sich die Strafen in den letzten Jahren auf etliche Milliarden Dollar an Strafzahlungen.

Doch jetzt kommt die US Finanzaussicht mit dem ganz großen Hammer: 14 Milliarden Dollar soll die Deutsche Bank an Strafe zahlen, was mehr ist, als die gesamte Bank an der Börse noch wert ist!!! Es geht um die faulen US Immobilienkredite, die besonders in den Jahren 2006 und 2007 herausgegeben wurden und zur Finanzkrise 2008/2009 geführt haben. Die von der deutschen Bank zu verantwortenden Papiere haben eben in etwa dieses Volumen. Doch bei anderen Banken, die ähnlich gehandelt haben, gab es immer einen Vergleich bei etwa einem Viertel der Summen.

Warum fordert die US Aufsicht so viel Geld?

Die US Finanzbehörden fordern nun von der Deutschen Bank aber die volle Höhe der ausgegebenen Papiere als Schadenersatz. Das hat sicherlich zweierlei Gründe. Erstens ist die Aufsichtsbehörde darüber verstimmt, daß die Deutsche Bank nach außen kommuniziert hat, daß die Strafzahlungen wohl bei etwa 3 Milliarden Dollar liegen werden, ohne daß es eine Übereinkunft gab. Man hat Rückstellungen in dieser Höhe vorgenommen.

Zweitens kann es auch sein, dasß die US Behörden die Deutsche Bank als Druckmittel benutzen, denn eine Entscheidung der EU hat den Amerikanern gar nicht gefallen. So soll Apple aufgrund von illegalen Steuervermeidungstaktiken insgesamt 14 Milliarden Dollar an die EU zahlen. Man kann also von einem politischen Druckmittel ausgehen, damit man den Europäern klar macht, daß man die Besteuerung von US Unternehmen in Europa so nicht hinnehmen wird.

Bleibt zu hoffen, daß diese Strafe für die Deutsche Bank noch abgemildert wird, denn sonst könnten wir schneller eine Bankenkrise haben, als uns llen lieb ist!

Kalte Progression bringt 3 Milliarden Euro jedes Jahr

Wie auf eine Anfrage eines Bundestagsabgeordneten der Linken an das Bundesfinanzministerium herausgekommen ist, wird durch die kalte Progression jedes Jahr etwa 3 Milliarden Euro an zusätzlichen Steuereinnahmen an den Bund und die Länder gezahlt. Das erfolgt durch die jährlichen Lohnerhöhungen für die Arbeitnehmer, wodurch jeder Arbeitnehmer weniger Netto vom Brutto hat als die Lohnerhöhung eigentlich versprach.

Wer also 3% mehr Lohn bekommt, der hat durch höhere Steuersätze eben weniger als 3% mehr Netto. Das nennt man “kalte Progression”.  Durch die kalte Progression erhält der Staat jedes Jahr mehr als 3 Milliarden an Steuermehreinnahmen, ohne die Steuersätze selbst zu erhöhen. Jetzt auf http://brutto-netto-gehaltsrechner.net eine Nettolohn Berechnung durchführen.

Mit Gehaltsrechner nachprüfen

Wer das nachprüfen möchte, der kann das auf der Website brutto-netto-gehaltsrechner.net ganz einfach machen. Dazu muss man nur einen Wert eingeben und sich das Nettogehalt ausrechnen lassen. Dann nimmt man auf das Bruttogehalt einfach einen Aufschlag von 3% vor. Das ausgerechnete Nettogehalt macht je nach Höhe des Gehalts weniger als 3 % aus.
Dabei gilt, daß die unteren Einkommensgrenzen stärker belastet werden als die oberen, denn der Anstieg der Steuersätze ist im unteren Bereich prozentual stärker als im oberen.  Der absolute Anteil ist bei höheren Gehältern natürlich höher. Dieser Anteil macht auch den Großteil des zusätzlichen Steuereinkommens aus.

Was man zur Riester Rente wissen sollte

Bei der Riester-Rente handelt es sich um eine privat finanzierte Rente, die vom Staat, durch Zulagen und durch die Sonderausgabenabzugsmöglichkeiten gefördert wird.

Die Riester-Rente geht aus dem Altersvermögensgesetz hervor und geht auf Walter Riester zurück. Walter Riester, Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, empfahl die Förderung einer freiwilligen Rentenvorsorge durch eine Altersvorsorgezulage.

Mit der Rentenreform 2001 hat alles begonnen

RenteDie Reform der deutschen Rentenversicherung 2000/2001 gab Anlass für diese Überlegung, da das Nettorentenniveau eines idealtypischen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, der ca. 45 Jahre lang in die Sozialversicherung eingezahlt hat, auf 67 Prozent reduziert wurde. Die Riester Rente zählt nicht zu dem für die Sozialversicherung typischem Umlageverfahren und geht den Weg der Kapitaldeckung. Bei der Kapitaldeckung werden im allgemeinen die Beiträge der versicherten Personen am Kapitalmarkt angelegt und für jedem Versicherten ein Deckungskapital gebildet, welches die zu zahlenden Leistungen abdeckt. Das Umlageverfahren wurde somit ergänzt.

Warum eine zusätzliche private Altersvorsorge wichtig wird

Eine zusätzliche Private Altersvorsorge wurde nötig, weil die Absicherung aus der umlagefinanzierten Rente in Zukunft nicht mehr ausreichen wird. Das liegt an der sinkenden Bevölkerungszahl und daran, daß die Rentner in Deutschland immer länger leben. Wenn es aber immer weniger Einzahler in die deutsche Rentenversicherung gibt und die Rentner immer länger Rente beziehen, dann entsteht hier eine Rentenlücke, die man nur mit einer privaten Altersvorsorge schließen kann. Deshalb wurde die Rürup Rente und Riester Rente geschaffen, um die herkömmliche Altersvorsorge mit Rentenversicherung und Lebensversicherung zu ergänzen. Mehr Informationen zur kapitalbildenden Lebensversicherung erhält man bei www.kapitallebensversicherungvergleiche.de im Internet.

Wer die Riester Rente nutzen kann

Die Riester-Rente kompensiert die Verluste, die der Versicherte durch die Rentenreduzierung hat. Die Riester-Rente ist nicht auferlegt, sondern eine freiwillige Zusatzversicherung. Alle Pflichtversicherten der gesetzlichen Rentenversicherung werden grundsätzlich gefördert. Arbeitnehmer, die gegen Entgelt eine unselbstständige Arbeit verrichten und im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, gehören zu dem geförderten Personenkreis.

Während der Berufsausbildung ist man immer versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung, unabhängig davon ob ein Entgelt bezogen wird. Zu den selbstständigen Tätigkeiten, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind zählen unter anderem Künstler und Publizisten, Hebammen, Handwerker mit Eintragung in der Handwerksrolle, Hausgewerbetreibende und arbeitnehmerähnliche Selbstständige, die regelmäßig nur für einen Auftraggeber arbeiten und keine versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen.

Wehr- und Zivildienstleistende und Bezieher von Lohnersatzleistungen, wenn diese im letzten Jahr vor Beginn der Leistung rentenversicherungspflichtig waren, zählen zu den sonstigen Versicherten und sind ebenfalls förderfähig. Lohnersatzleistungen sind zum Beispiel Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe, Übergangsgeld, Unterhaltsgeld und Krankengeld von der Krankenversicherung.
Förderung erhalten außerdem Bezieher von Vorruhestandsgeld, wenn sie unmittelbar vor Beginn der Leistung rentenversicherungspflichtig waren, und nichterwerbstätige Eltern, während der ersten drei Lebensjahre des Kindes, wenn die Kindererziehungszeiten in der Rentenversicherung anerkannt sind. Eine Erwerbstätigkeit von nicht mehr als 30 Stunden in der Woche darf nebenher ausgeübt werden.

Was ist mit geringfügig Beschäftigten?

Geringfügige Beschäftigte, die auf ihre Sozialversicherungsfreiheit verzichtet haben und Landwirte, die im Alterssicherungssystem der Landwirte pflichtversichert sind, werden gefördert. Auch Personen, die auf Antrag pflichtversichert sind, können die Riester Rente nutzen. Dazu zählen unter anderem Richter und Beamte auf Zeit oder Probe, Entwicklungshelfer, Berufsoldaten, Soldaten auf Zeit, Beamte auf Widerruf im Vorbereitungsdienst und Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst, die keine beamtenähnliche Gesamtversorgung über eine Zusatzversorgung erhalten. Weitere Informationen zur Riester und Rürup Rente kann man auf www.ruerup-riester-rente.net nachlesen.

Wer keine Förderung erhält

Selbstständige, die nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, Angestellte und Selbstständige, die anstatt in der gesetzlichen Rentenversicherung in einer berufsständischen Versorgungseinrichtung pflichtversichert sind und Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst, welche die oben erwähnte beamtenähnlich Gesamtversorgung über eine Zusatzversorgung erhalten, werden nicht gefördert.

Personen die freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung abgesichert sind, geringfügig Beschäftigte, die nicht auf ihre Versicherungsfreiheit verzichtet haben, Bezieher einer Vollrente aufgrund des Alters und Sozialhilfeempfänger sind ebenfalls nicht förderungsfähig.

Welche Verträge bei der Riester Rente gefördert werden

Anlagen mit einmaliger Kapitalauszahlung sind ausgeschlossen, nur Anlagen, die eine lebenslange Auszahlung ab Rentenbeginn garantieren werden gefördert. Laut Gesetz müssen diese Anlagen bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres bzw. bis zum Beginn der Altersrente durch die gesetzliche Rentenversicherung gebunden sein. Sie dürfen nicht beliehen oder anderweitig verwendet werden können.

Eine lebenslange, steigende oder gleich bleibende monatliche Rente ab Auszahlungsdatum, die am Anfang der Auszahlungsphase mindestens die eingezahlten Beiträge und innerhalb der Auszahlungsphase die laufenden monatlich Zahlungen garantiert,  muss zugesichert werden. Eine Erwerbsminderungsrente bzw. eine Hinterbliebenenrente kann mit den Verträgen verbunden werden. Diese sind vor einer Pfändung und der Anrechnung in der  Sozial- und Arbeitslosenhilfe während der Ansparphase gesetzlich geschützt.

Nach Angaben von www.kapitallebensversicherungen.eu ist die Rentenversicherung, der Fondssparplan und der Banksparplan eine Anlagemöglichkeit. Die detaillierten Voraussetzungen der Altersvorsorgeprodukte werden durch das Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz, AltZertG, bestimmt. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht prüft und zertifiziert eventuell auf Antrag des Anbieters, ob die Förderungskriterien erfüllt sind. Dieses Zertifikat bestätigt nur, dass die staatlichen Förderungskriterien eingehalten werden und das Produkt daher förderungsfähig ist. Es ist keine Aussage über die Rentabilität oder Zuverlässigkeit des Produktes.

Statt in der Zeitung im Blog informieren

Der Blog von StattZeitung.ch startet heute mit Informationen aus dem Bereich der Wirtschaft und den privaten Finanzen. Wir möchten hier alternative Sichtweisen und Ansichten in Bezug auf die Entwicklung an den internationalen Finanzmärkten geben.

Aber auch die privaten Finanzen sollen durch einen kleinen Ratgeber hier Erwähnung finden. Dieser Finanzratgeber wird Ratschläge zur Altersvorsorge, Geldanlage und richtigen Absicherung für Einzelpersonen und Familien geben.